Pelz

Die Zeiten, in denen sich nur wohlhabende Menschen Pelz leisten konnten, sind vorbei. Heutzutage verkaufen auch gewöhnliche Kaufhausketten Pelzmäntel, Pelzhandtaschen und vor allem Handschuhe oder Jacken mit Pelzbesatz zu erschwinglichen Preisen. Oft vergessen oder verdrängen die Pelzkäufer und -träger hierbei jedoch, dass diese Modeerscheinung unglaubliches Tierleid bedeutet.

Pelzfarmen

Marder, Nerze, Füchse und Kaninchen sind nur einige der vielen Tierarten, die für unsere Modevorlieben leiden und sterben müssen. Bis zu 40 Tiere müssen für einen einzigen Pelzmantel ihr Leben lassen. 85 % der „Pelztiere“ fristen ein trauriges Leben auf sogenannten Pelzfarmen. Dort leben sie in viel zu engen und dreckigen Drahtkäfigen. Für die Tiere, die in der Natur meist in großen Rudeln weitläufige Flächen zum Ausleben ihrer natürlichen Verhaltensweisen nutzen, bedeutet dies eine enorme physische und psychische Qual. Sie entwickeln massive Verhaltensstörungen, wie z. B. das permanente Drehen im Kreis ohne ersichtlichen Grund. Nicht selten sterben Tiere frühzeitig jämmerlich an Infektionen oder anderen Krankheiten.

Qualvoller Tod

Da das Töten der Tiere an deren Fell möglichst keinen Schaden hinterlassen soll, werden die empfindsamen Lebewesen häufig durch anale oder genitale Elektroschocks getötet. Das Vergasen oder Ertränken der Tiere sind weitere Tötungsmethoden. Verdeckte Aufzeichnungen brachten außerdem zum Vorschein, dass manchen Tieren mit bloßer Hand das Genick gebrochen wird. Oft sterben die Tiere durch diese Methoden nicht sofort – weswegen sie einen qualvollen Todeskampf erleiden müssen, während dem ihnen nicht selten bei lebendigem Leib das Fell abgezogen wird.

Wildfang

Tiere werden auch in der freien Natur wegen ihres Fells durch grausame Fallen gefangen. Hierbei erleiden sie tiefe Fleischwunden, brechen sich Knochen oder beißen sich ihre eingeklemmten Gliedmaßen sogar selbst ab, um sich aus den Fallen zu befreien. Eine Überlebenschance gibt es hierbei kaum. Denn selbst dann, wenn die Tiere es schaffen konnten, sich aus den Fallen zu befreien, erliegen sie später ihren schweren Verletzungen. Nicht selten handelt es sich hierbei um Tiermütter, deren zurückgelassene, hilflose Jungen dann qualvoll verhungern.

Pelz aus China

Ein Großteil der in Europa verkauften Pelze stammen aus China, dem mit Abstand größten Pelzexporteur der Welt, weswegen europäische Tierschutzgesetze überhaupt nicht greifen können. Dort gibt es auch keine Strafen für Mitarbeiter der Pelzfarmen, wenn sie die Tiere auf grausamste Weise quälen und ihnen ohne Betäubung das Fell am lebendigen Leib abziehen.

Giftige Chemikalien

Rückstände der hochgiftigen Chemikalien, die bei der Verarbeitung von Pelz eingesetzt werden, bleiben auch nach der Bearbeitung noch in den Fellen erhalten und gelangen so auf die Haut der Pelzträger.
Selbst Menschen, die bewusst keinen Echtpelz kaufen wollen, müssen genau hinsehen, denn meistens reicht ein Blick auf das Etikett nicht aus. Wenn jedoch das Untermaterial des Pelzes aus Leder und nicht aus Kunststoff besteht, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Echtpelz.

Alternative Kunstpelz

Kunstpelz sieht Echtpelz zum Verwechseln ähnlich. Wer also nicht auf Pelz verzichten möchte, sollte sich für die tierleidfreie Kunstpelzalternative entscheiden.